Wohnungsmarkt am Ende?

Bei unserer gestrigen Themensitzung Wohnen als soziale Frage brachte unser Referent, der Miet- und Wohnungsbauexperte Felix von Grünberg, die HSG auf den neuesten Stand. Das steigende Mieten und mangelnder Wohnraum besonders in den Ballungszentren nichts Neues ist, weiß jede*r der/die in Bonn oftmals vergeblich versucht hat, eine Wohnung zu finden. Das wahre Ausmaß der jahrelangen Fehlkalkulation offenbart sich jedoch oft erst auf den zweiten Blick. Für Studierende mag es schwierig sein, eine Wohnung in studentischen Städten zu finden, sie sind allerdings weitaus nicht als einzige betroffen. Arbeitslose und verschuldete Menschen, sozial schwache Familien und Transferleistungsempfänger*innen – kurz alle, die auf dem Markt keine privilegierte Situation genießen können – werden aus den Städten gedrängt. Davon betroffen sind oftmals die Leistungsträger unserer Gesellschaft, die Polizist*innen, die Alten- und Krankenpfleger*innen, Beschäftigte der Verkehrsbetriebe. Diese Tatsachen zeigen uns, dass Wohnen weitaus mehr ist, als eine Frage der Investitionen und des Geldes. Wir müssen Wohnen wieder sozial denken, das bedeutet auch über alternative Wohnformen nachzudenken, Projekte, die die Menschen wieder zusammen bringen und nicht Alte von Jungen, Reiche von Armen und Gesunde von Kranken zu trennen. Wir als Juso-HSG möchten uns für mehr Solidarität einsetzen, für Studierende bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Wohnen neu denken. Wer uns dabei unterstützen möchte ist gerne eingeladen bei unserer Sitzung vorbeizuschauen. Wir treffen uns immer Montags um 20 Uhr c.t. im Parteihaus der SPD in Poppelsdorf (Clemens-August-Straße 64). Wir freuen uns auf euch!

Wir danken besonders unserem Referenten Felix von Grünberg für die interessante und anregende Diskussion.