Wahlprogramm 2019

Hier findet ihr unser Ausführliches Wahlprogramm für die Wahlen vom 14.-17.01.2019:

Für mehr sozialen Fortschritt an der Uni

Wir machen für euch linke und soziale Politik an der Uni. Für Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Kultur – gegen das neue Hochschulgesetz machen wir uns stark.

Als stärkste Kraft im Studierendenparlament konnten wir letztes Jahr in einigen Gremien sitzen und uns für die Interessen der Studierenden einsetzen. Im AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss), eurer Interessenvertretung, stellen wir mit Sarah Mohamed die AStA-Vorsitzende und Jonas Arruda den Finanzreferenten. Weiter ist Nathaly Kurtz für uns Kulturreferentin und Tobias Eisenach Referent für Hochschulpolitik, Johannes Claßen ist in der Projektstelle Mobilität und Beyza Türkmen in der Projektstelle Kulturticket; so konnten wir euch das tolle Angebot für das neue Kulturticket machen. Wir sitzen außerdem für euch in Fakultätsräten und mit zwei Studierenden im Senat und setzen uns dort für bessere
Lehre ein!

Für ein JA zum Kulturticket!

In unserem AStA-Kulturreferat haben wir die Verhandlungen mit der Theaterlandschaft Bonn für eine mögliche Erweiterung des Kulturtickets geführt, über die in der Urabstimmung entschieden wird. Weil Kultur auch Studierenden mit kleinen Geldbeutel ermöglicht werden soll, stehen wir für ein Ja zum Kulturticket. Im Rahmen des Kulturtickets soll es allen Studierenden möglich sein, an der Abendkasse Theaterkarten für nur 3€ zu erwerben. In den Drei-Groschen- Wochen wurde dieses Angebot schon einmal getestet und wir sind der Überzeugung, dass günstige Karten immer erhältlich sein sollten. Damit man ein wenig Planungssicherheit bekommt, soll das Kulturticket auch um eine App erweitert werden, in der verfügbare Karten angezeigt werden. Wir glauben, dass sich die Erhöhung des Semesterbeitrages um 3€ für dieses Angebot lohnt.

Mehr Räume für mehr Kultur

Im AStA-Vorsitz und im Kulturreferat setzen wir uns für mehr Räume für studentisches Engagement ein. Wir sind im AStA eine Kooperation mit Rhizom e.V eingegangen, damit alle studentischen Gruppen die Alte VHS nutzen können. Zudem fordern wir die Universität auf, mehr Räume zur Verfügung zu stellen, und sind dahingehend auch mit dem Studierendenwerk im Gespräch.

Aber für gute Kulturarbeit braucht man nicht nur Räume. Durch das Kulturplenum fördern wir studentische Gruppen und Initiativen finanziell. Aber auch für alles andere sind wir im Kulturreferat Ansprechpartner verschiedenster Gruppen und helfen, wo wir können. Wir fordern zudem, dass auch die Universität für bessere Kulturarbeit einsteht und endlich die Situation im Forum Musik & Tanz verbessert. Für eine offene und bunte Kulturlandschaft von und für Studierende!

Für eine soziale Uni!

Auch in diesem Jahr möchten wir unsere Ziele einer sozialen Uni und Gleichberechtigung für alle weiter verfolgen. Das heißt, wir setzen uns dafür ein, dass alle an der Universität Bonn studieren können und dabei auch die gleichen Chancen bekommen, unabhängig von dem jeweiligen Geschlecht, der Herkunft oder der finanziellen Situation. Dafür haben wir in den letzten Jahren schon einiges in den unterschiedlichen Gremien, vor allem im AStA, angestoßen.

Gleichberechtigung
• Debatte über die Einrichtung von All-Gender- Toilettenangestoßen
• Veranstaltungsreihe „Gesellschaft macht Geschlecht“
• Senator*innen kritisieren geringe Professorinnenquote
• Gründung der interfraktionellen Frauengruppe Matri-x furialis

Chancengleichheit
• Verbesserungen für Geflüchtete an der Uni erreicht
• Wir fordern: Kenntlichmachung von Räumen, welche nichtbarrierefrei zugänglich sind und schnelle Lösungen durch die Universität
• Aufforderung an die Universität und das Studierendenwerk Arbeiter*innenkinder in höherem Maße zu unterstützen
• Vernetzung mit dem Verein Arbeiterkind e.V.
• Kinderbetreuungsprojekt für Studierende mit Kind

Rassismus hat an unserer Universität keinen Platz!

  • Kampagne des Referat für Hochschulpolitik zur Aufklärung über „Neue Rechte“ wie die „Identitäre Bewegung“ gestartet
  • Veranstaltungsreihe „festival contre le racisme“: Rassimus bekämpfen, Vielfalt feiern

Die universitäre Laufbahn darf nicht mehr von familiären
Hintergrund und Geschlecht abhängen!

Linke Politik für Studierende

Eine starke Interessenvertretung der Studierenden braucht es nicht nur gegenüber der Universität, sondern auch in der Politik. Dafür ist es wichtig, dass sich der AStA mit anderen Studierendenschaften auf Landes- und Bundesebene vernetzt. Als Juso-HSG können wir uns auch durch unsere Arbeit im AStA-Referat für Hochschulpolitik aktiv einbringen.

Echte BAföG-Reform muss her

Unter anderem deswegen ist der AStA Mitglied im fzs (freier Zusammenschluss von Student*innenschaften). Wir wollen, dass Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation studieren können. Studierende müssen vom BAföG leben können! Das BAföG muss sich flexibler an den Wohnungsmarkt anpassen, es muss losgelöst werden von der „Regelstudienzeit“, die nicht der realen Studienzeit von vielen Studierenden entspricht und muss eltern- und altersunabhängig sein.

Für ein selbstbestimmtes Studium

Momentan versuchen wir vor allem im LAT (Landes-ASten- Treffen) auf das von der Landesregierung geplante neue Hochschulgesetz Einfluss zu nehmen. Viele Reformen, die die Studierenden betreffen, lehnen wir ab, wie zum Beispiel die Aufhebung des Verbots von Anwesenheitspflichten. Wir als Juso-HSG wollen, dass Studierende selbstbestimmt studieren können. Außerdem benachteiligen Anwesenheitspflichten finanziell schwache Studierende, die neben ihrem Studium auf einen Nebenjob angewiesen sind, Studierende mit Kind oder Studierende mit chronischen Erkrankungen. Weiter lehnen wir die Abschaffung eines verpflichtenden SHK-Gremiums ab. Studentische Hilfskräfte brauchen wie andere Arbeitnehmer*innen auch eine Interessenvertretung.
Außerdem sind wir gegen die Abschaffung der verpflichtenden Zivilklausel in den Grundordnungen der Universitäten, denn wir sind der Überzeugung, dass sich Universitäten zu Frieden und Demokratie bekennen sollten. Neben unserem Engagement im LAT haben wir uns auch vor Ort gegen die Reformen stark gemacht. Wir haben mit an der Stellungnahme zum neuen Hochschulgesetz gearbeitet, die im Senat von unserer AStA-Vorsitzenden eingebracht wurde und sich dadurch auch in Teilen in der Stellungnahme des Rektorats wiederfand. Außerdem hat unser Referat für Hochschulpolitik dazu eine Podiumsdiskussion organisiert und die ASten Köln und Bonn haben gemeinsam in Köln eine Demo gegen das neue Hochschulgesetz veranstaltet.

Gegen jegliche Form von Studiengebühren

Zu Beginn ihrer Amtszeit plante die schwarz-gelbe Landesregierung die
Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger*innen. Wir als Juso-HSG sind gegen jegliche Form von Studiengebühren, weil sie unsozial und ausgrenzend sind. Hier hat sich erfreulicherweise der Senat dem Antrag unserer studentischen Vertreter*innen angeschlossen und sich gegen diese Form von Studiengebühren ausgesprochen.

Bezahlbares Wohnen für Alle

Bonn wird immer teurer: 2017 kostete ein WG-Zimmer durchschnittlich 371€. In den Wohnheimen des Studierendenwerkes kann man meist relativ preiswert wohnen, aber leider gibt es zu wenig Plätze innerhalb des BAföG-Budgets, daher setzen wir uns in unserem Landesverband für eine bessere Finanzierung der Studierendenwerke ein. Um Studierenden mehr Möglichkeiten zu bieten, unterstützen wir im AStA das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Außerdem soll von der Stadt geprüft werden, inwiefern leerstehende Flüchtlingsunterkünfte in vorübergehende Wohnheime umgewandelt werden können. Zudem sind wir an der AStA- Kampagne „Wie sollen wir wohnen?“ beteiligt. In diesem Rahmen haben wir auch eine Anfrage im Sozialausschuss der Stadt gestellt, ob und wie die Stadt mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen möchte.

Verbesserungen im Alltag

Viele Dinge haben wir in den letzten Jahren auch schon mit im AStA umgesetzt, wie zahlreiche Beratungen, kostenlose Beglaubigungen, Fahrradwerkstatt, AStA-Läden und letztlich das NRW-/Semesterticket.
In Zukunft möchten wir erreichen:

  • Für eine bessere Infrastruktur an der Uni: mehr und bessere sanitäre Einrichtungen, Bierautomaten in der Mensa, mehr Fahrradstellplätze.
  • Für eine internationale Uni: englische Übersetzungen des Mensaangebots und der Sport- und Kulturangebote.
  • Für eine moderne Uni: benutzerfreundlicheres BASIS und eCampus, Unicard
  • Für eine nachhaltige Uni: Seilbahn zum Venusberg, Fleischkennzeichnung in der Mensa
  • Für eine bessere ULB: weniger Einschränkungen bei Getränken, längere Öffnungszeiten des Cafés, mehr Lernplätze