Studierendenparlament beschließt weitreichende Hilfen

Das 42. Studierendenparlament konnte dank der Corona-Epidemie-Hochschulverordnung in der gestrigen Online-Sitzung auf die aktuelle Situation der Studierenden reagieren. In der zweiten ordentlichen Sitzung machte das Parlament fraktionsübergreifend den Weg für weitgehende Unterstützungshilfen für Studierende frei. So wurde die notwendige Bürgschaft für Darlehen des Hilfsfonds bis zu 1000 Euro ausgesetzt. Studierende, die coronabedingt in eine finanzielle Notlage geraten sind, können beim Hilfsfond Kredite in verschiedenen Höhen beantragen.

Ein breit angelegter Leitantrag zum digitalen Semester, den die Juso-HSG federführend mitverfasst hat, wurde ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen. Flexibilität im Studienverlauf ist im Moment besonders wichtig und der Hintergrund dieses Leitantrags. So sollen alle Prüfungsversuche im Sommersemester als Freiversuch gewertet und jährlich stattfindende Prüfungen häufiger angeboten werden. Zwingend aufeinander aufbauende Veranstaltungen können trotz ausstehender Leistungen belegt werden und Mastereinschreibungen sollen möglich sein, sofern die Bachelorarbeit innerhalb von 12 Monaten nachgereicht wird.

Das Studierendenparlament fordert die Universität und die Fakultäten dazu auf, die Datenschutzrechte der Studierenden zu wahren und eine Webcam-Pflicht zu verbieten. Außerdem sollen die Institute den Mastereinstieg auch im Sommer ermöglichen, verbindlich und transparent über aktuelle Änderungen informieren und evaluieren, wie die Gestaltung von digitalen Veranstaltungen funktioniert.

Das Studierendenparlament hat sich zudem der Kampagne „Soforthilfe für Studierende JETZT“ angeschlossen und unterstützt das Solidarsemester 2020. Außerdem wurde der Finanzantrag des Sportreferats zur Anschaffung von Griffen für eine Boulderwand bewilligt.

Wir gratulieren Daria Hirschmann und Christoph Liedel zu der Wahl als Sport- und Fachschaftsreferent*innen, sowie aus unserer Fraktion Hendrik Schönenberg als neuen 3. Sprecher des Studierendenparlaments.

Trotz der Einschränkungen durch Corona hat das Studierendenparlament intensiv daran gearbeitet, eventuelle Hürden für Studierende abzubauen und negative Folgen abzumildern. Wir hoffen, dass die zuständigen Gremien in Universität, Fakultäten und Instituten unsere Forderungen abbilden und freuen uns über die sehr konstruktive Zusammenarbeit in dieser Krise.