Juso Hochschulgruppe fordert mehr demokratische Mitbestimmung an Hochschulen

Die Juso Hochschulgruppe Bonn kritisiert scharf den unter schwarz gelb eingeleiteten  und noch immer vorherrschenden Prozess der Entdemokratisierung unserer Hochschullandschaft. „Die derzeitigen Verhältnisse spiegeln monarchische Strukturen gepaart mit einer eklatanten Tendenz zur Ökonomisierung von nordrhein-westfälischen Hochschulen wider.“, so Jan Bachmann(Vorstandsmitglied der Juso HSG Bonn). In diesem Zusammenhang lassen  sich unter anderem Hochschulräte nennen, welche größtenteils aus unternehmerischen Vertreter*innen und bestenfalls Professor*innen bestehen. Studentische Vertreter*innen sind in der Besetzung der Hochschulräte nicht vorgesehen. Weiterhin werden Hochschulräte nicht durch Universitätsangehörige gewählt, sondern durch ihre eigenen Vorgänger bestimmt. „Eine demokratische Struktur sieht anders aus!“, erklärt Kaspar Zimmermann (Vorsitzender der Juso HSG Bonn).

Doch auch in anderen Gremien sind studentische Vertreter*innen äußerst unterrepräsentiert. Erschwerend hinzu kommt, dass in der Vergangenheit Sitzungsprotokolle nicht veröffentlicht wurden und zu öffentlichen Sitzungen nicht eingeladen worden ist. Dahingehend hat die Juso Hochschulgruppe bereits die Universität durch die Einführung des Gremieninformationssystems in die Pflicht nehmen können. Trotz aller Erfolge ist die derzeitige Situation bezüglich der Partizipationsmöglichkeiten von Studierenden immer noch miserabel.

Deshalb kämpfen wir für die bedingungslose Abschaffung von Hochschulräten und dessen Kompetenzübertragung an einen paritätisch zusammengesetzten Rat von Studierenden, Professor*innen, wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Unser Ziel für eine demokratischere Hochschule besteht in einer stärkeren Repräsentation studentischer Vertreter*innen in Hochschulgremien! Dafür werden wir uns einsetzen! Damit auch eine Hochschule den demokratischen Gedanken unserer Gesellschaft lebt!

Juso-Hochschulgruppe Bonn