Bildungskongress in Berlin

Vergangenes Wochende, vom 04.07 bis zum 06.07.2014, fand im Paul-Löbe-Haus der Bildungskongress der Juso-Hochschulgruppen statt. Genauer gesagt in Berlin, direkt neben dem Reichstagsgebäude, im eigentlichen Europaauschuss-tagungssaal des Bundestages. Mit Lillian Bäcker und Jan Küthe haben sich dort zwei unserer Vorstandsmitglieder unter dem Motto „Ist das eigentlich klausurrelevant?“ mit Fragen zu guter Hochschullehre befasst.

So wurde sich gefragt, ob Dozentinnen und Dozenten mit immer kürzer laufenden Arbeitsverträgen noch vernünftige Seminare halten können(Nein!), ob die oft lamentierte Verschulung der Uni durch Bologna nur ein Mythos ist(Nein!) oder ob die immer größer werdenden Möglichkeiten von web-unterstütztem Lernen schon vernünftig genutzt werden(Nein!). Gespickt waren die Podien mit bekannten Personen wie Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosoph und Kulturstaatsminister a. D., oder dem Sprecher der Arbeitsgruppe „Bildung und Forschung“ der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, genauso wie mit VertreterInnen wichtiger Gruppen, etwa Sonja Staack aus dem Bundesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Hervorzuheben ist die Diskussion zu didaktischen Schulungen für Professoren und Professorinnen. Ist die Fähigkeit gute Vorlesungen zu halten gottgegeben und eine kleine Lehrprobe bei der Berufung reicht zu Sicherstellung aus – oder sollte man sich für eine professoral verpflichtende Teilnahme an Seminaren einsetzen? Was meint ihr?