16.12. Schulung für Studentische Hilfskräfte

Referent:
Sven Lehmann,
Bundessprecher der Studentinnen und Studenten in der GEW

Montag, 16. Dezember 2013

18:00 Uhr

Hörsaal VI
(Hauptgebäude)

Karrieresprungbrett oder Basis für Prekarität?
Die Situation studentischer Hilfskräfte an der Hochschule

Als Hilfskraft arbeiten viele Studierende unter prekären Arbeitsbedingungen und versprechen sich doch etwas davon. Obgleich sich mit der oft schlechten Bezahlung, ohne Tarifvertrag und mit Arbeitsverträgen von oft kurzer Dauer kein ökonomisches Kapital anhäufen lässt, spekuliert man hier doch auf soziales. Die Kontakte zur Professorenschaft, erste eigene Lehrerfahrungen an der Hochschule als TutorIn oder auch die Möglichkeit zur Mitarbeit an Forschungsprojekten sind einige der Verlockungen, die solche Arbeitsverhältnisse attraktiv machen und dazu führen, dass sich viele Studierende dabei nicht auf schlechte Bezahlung allein, sondern noch auf die seltsamsten Ausbeutungsprojekte einlassen.

Was pars pro toto im Bereich der Hilfskräfte beobachtet werden kann, ist durchaus repräsentativ für die Hochschule im Ganzen: Traumjob Wissenschaft? Von wegen! Es sind Karrierebluffs statt Berufswege, die die Universität bietet und mit denen sie ihre Beschäftigten zur Selbstausbeutung lockt ? Sie sind der notwendige Schein einer Hochschule, an der Prekarität produziert und massenhaft Vernichtung von Chancen betrieben wird. Der Bereich der Hilfskräfte stellt dabei die erste Sozialisationsbasis für prekäre Beschäftigung dar.

In einem kurzen Vortrag soll auf Beschäftigungsverhältnisse und Beschäftigungswirklichkeit von „HiWis“ an der Hochschule eingegangen werden, um nach der Skizzierung einiger gewerkschaftlicher Forderungen – u. a. zur Personalvertretung für Hilfskräfte – zu einer gemeinsamen Diskussion überzugehen. Es referiert Sven Lehmann vom Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW.

Zur Facebook-Veranstaltung: http://www.facebook.com/events/562188660530941/